Zierkies- und Splitt-Menge berechnen
💧 Zierkies- und Splitt-Menge berechnen
Ermittle Volumen, Gewicht, Sackanzahl und einen realistischen Kostenrichtwert.
Benotigte Kies- oder Splittmenge
Passende Rechner
Rechne mit Tonnen, nicht mit Quadratmetern: Fläche × Schichtdicke ergibt das Volumen, multipliziert mit der Schüttdichte von rund 1,5 bis 1,8 t/m³ die Menge. Zu dünn geschüttet scheint das Unkrautvlies durch, zu dick lässt sich die Fläche nicht mehr betreten.
Welche Schichtdicke ist sinnvoll?
Die nötige Menge hängt nicht nur von der Fläche, sondern vor allem von der Schichtdicke ab. Zu wenig Material lässt den Untergrund sichtbar werden; zu viel Material erschwert Kanten, Wege und Pflege.
Gib die geplante Dicke in Zentimetern ein und rechne bei ungleichmäßigem Untergrund eine Reserve ein.
Sackware oder Schüttgut
Sackware ist für kleine Flächen und schwer zugängliche Bereiche praktisch. Bei größeren Flächen ist Schüttgut oft günstiger, braucht aber eine Zufahrt und eine realistische Liefermenge.
- Menge nach Gewicht und nicht nur nach Sackzahl bestellen
- Dichte je nach Körnung und Material beim Anbieter prüfen
- Lieferkosten in den Vergleich einbeziehen
Die richtige Schichtdicke je nach Zweck
Die häufigste Frage ist nicht „wie viel", sondern „wie hoch". Und die Antwort hängt davon ab, was die Fläche aushalten soll:
| Einsatz | Schichtdicke | Körnung | Bedarf je m² |
|---|---|---|---|
| Zierfläche, Beetabdeckung | 4–5 cm | 8–16 mm | ca. 70–90 kg |
| Begehbarer Weg | 5–8 cm | 8–16 mm | ca. 90–140 kg |
| Einfahrt, befahrbar | ab 10 cm plus Tragschicht | 16–32 mm | ca. 180 kg |
| Splittbett unter Platten | 3–5 cm | 2–5 mm | ca. 50–90 kg |
| Drainage, Sickerschicht | 10–20 cm | 16–32 mm | ca. 180–350 kg |
Unter etwa 4 Zentimetern lohnt sich die Mühe nicht: Das Vlies schimmert durch, und bei jedem Tritt entstehen kahle Stellen. Über 8 Zentimetern läuft es sich unangenehm, weil man einsinkt.
Kies, Splitt oder Schotter – nicht dasselbe
Die Begriffe werden im Baumarkt oft vermischt, meinen aber unterschiedliche Materialien mit unterschiedlichem Verhalten:
- Kies ist rundkörnig, aus Flüssen gewonnen. Er sieht dekorativ aus, verzahnt sich aber nicht – deshalb rollt er unter dem Fuß und wandert an Rändern weg.
- Splitt ist gebrochen und damit kantig. Die Kanten verzahnen sich, die Fläche bleibt stabiler. Ideal als Bettung unter Platten und für Wege, auf denen man wirklich läuft.
- Schotter ist gröber gebrochen und dient als Tragschicht darunter, nicht als sichtbare Oberfläche.
Für eine Zierfläche, die vor allem gut aussehen soll, ist Kies richtig. Für Wege und alles, was betreten wird, ist Splitt die haltbarere Wahl. Eine Randbegrenzung braucht beides – sonst liegt das Material nach zwei Jahren im Rasen.
Sackware oder Schüttgut – die Grenze liegt bei etwa einer Tonne
Kies gibt es im 25-kg-Sack, im Big Bag zu meist 500 oder 1.000 Kilogramm und als lose Schüttung ab etwa zwei Tonnen.
| Form | Preis je Tonne | Sinnvoll ab | Nachteil |
|---|---|---|---|
| 25-kg-Sack | 200–400 € | kleine Flächen bis 5 m² | teuer, viel Verpackung |
| Big Bag 1 t | 120–250 € | 10–30 m² | Kran-Abladung nötig |
| Lose Schüttung | 60–150 € | ab ca. 2 t | Kipper braucht Platz |
Der Preisunterschied zwischen Sackware und loser Schüttung liegt beim Faktor drei bis vier. Ab etwa einer Tonne – das entspricht rund 12 Quadratmetern bei 5 Zentimetern – lohnt der Big Bag fast immer.
Prüf vor der Bestellung, ob der Lkw an die Abladestelle kommt und ob genug Fläche zum Abkippen da ist. Ein Haufen auf der Straße ist ein Verkehrshindernis.
Häufige Fragen
Wie viel Zierkies brauche ich pro Quadratmeter?
Das hängt von der Schichtdicke und der Dichte ab. Der Rechner rechnet beides zusammen und addiert deine Reserve.
Wie viel Kies brauche ich für 30 m²?
Mit Fläche, Schichtdicke und Dichte kannst du das Ergebnis direkt berechnen. Bei fünf Zentimetern und 1,6 t/m³ liegt die Grundmenge vor Reserve bei etwa 2,4 Tonnen.
Ist Sackware oder Big-Bag günstiger?
Bei größeren Mengen ist Schüttgut oft wirtschaftlicher. Lieferung, Zufahrt und Einbauaufwand können den Unterschied verändern.
Wie dick muss eine Kiesschicht sein?
Für Zierflächen 4 bis 5 Zentimeter, für begehbare Wege 5 bis 8 Zentimeter, für befahrbare Flächen ab 10 Zentimeter plus Tragschicht. Unter 4 Zentimetern schimmert das Vlies durch, über 8 sinkt man beim Gehen ein.
Was ist der Unterschied zwischen Kies und Splitt?
Kies ist rundkörnig und rollt, Splitt ist gebrochen und verzahnt sich. Für Zierflächen ist Kies dekorativer, für Wege und Plattenbettung ist Splitt stabiler, weil er unter Belastung liegen bleibt.
Ab welcher Menge lohnt sich ein Big Bag?
Ab etwa einer Tonne, das entspricht rund 12 Quadratmetern bei 5 Zentimetern Schichtdicke. Sackware kostet pro Tonne das Drei- bis Vierfache der losen Schüttung.
Brauche ich Unkrautvlies unter dem Kies?
In der Regel ja. Es verhindert, dass der Kies im Boden versinkt und Unkraut von unten durchwächst. Wichtig ist wasserdurchlässiges Vlies – Folie führt zu Staunässe und faulenden Wurzeln.